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Evakuierung im Kantonsrat

Die Übung war schon vor Monaten angekündigt worden. Der genaue Zeitpunkt war aber selbst dem Kantonsratspräsidenten unbekannt. Entsprechend überrascht haben die Ratsmitglieder reagiert, als es plötzlich hiess: «Evakuierung!»

Evakuierung Rathaus Hard

Ratsmitglieder warten beim Bullingerplatz auf das Ende der Evakuierungsübung.

Die Sitzung läuft seit rund einer Stunde. Gerade hat der Kantonsrat ein Postulat zum Moorschutz als erledigt abgeschrieben. Doch statt das nächste Geschäft anzukündigen, wandert der Blick von Kantonsratspräsident Jürg Sulser zuerst zum einen, dann zum anderen Ratssaal-Ausgang. Er nickt in beide Richtungen. Schliesslich sagt er: «Evakuierung! Dies ist eine Übung. Bewahren Sie bitte Ruhe!»

Es folgen präzise Anweisungen, was mitgenommen und was im Saal zurückgelassen werden soll, sowie welche Parteien über welche Ausgänge das Gebäude verlassen sollen. Verschiedene Ratsmitglieder wirken für einen kurzen Moment irritiert. Schliesslich folgen alle ruhig den Anweisungen und begeben sich zu den bezeichneten Sammelorten.

Nach der Sitzungspause zieht der Kantonsratspräsident ein erstes Zwischenfazit. Grundsätzlich habe die Evakuierung gut funktioniert, so Sulser. «Es gab aber zwei, drei Schwachpunkte, vor allem in der Kommunikation.» Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass bei einer nächsten Übung Verbesserungen sichtbar werden.

Die Evakuierungsübung war die erste dieser Art im provisorischen Rathaus Hard. Eine zweite Übung ist noch vor Ende Jahr geplant.