Discuss it und Raptrac erhalten ZZP 2026
Der Kantonsrat hat im Rahmen der zweiten Verleihung des Zürcher Zukunftspreises (ZZP) zwei Projekte ausgezeichnet. Der Verein Discuss it erhält den Hauptpreis von 40'000 Franken für seinen Beitrag zur informierten und aktiven Teilnahme von jungen Menschen an politischen Entscheidungen. Der Anerkennungspreis von 10'000 Franken geht an die Firma Raptrac für ein multifunktionales Landwirtschaftsgerät.

Raffael von Arx (Discuss it) und René Schneebeli (Raptrac) haben den ZZP 2026 gewonnen.
Die ZZP-Jury, bestehend aus drei Mitgliedern der Geschäftsleitung des Kantonsrates sowie drei externen Fachpersonen, hat sich von den vier nominierten Projekten für zwei entschieden, die aus unterschiedlichen Beweggründen als herausragend bezeichnet werden. Massgeblich für die Beurteilung der Projekte war, dass sie zukunftsfähig, nachhaltig, innovativ und inspirierend sind sowie einen Impact auf die Gesellschaft und eine Bedeutung für den Kanton Zürich haben.
Junge Menschen für Politik begeistern
Der Verein Discuss it will junge Menschen für Politik begeistern und sie befähigen, am demokratischen Prozess teilzunehmen. In Klassenzimmern der Sekundarstufe II (Kantons- und Berufsschulen) werden aktuelle politische Themen und die Wahl- und Abstimmungs-prozesse erklärt. Mit regional und kantonal tätigen Politikerinnen und Politikern aller Parteien können die Jugendlichen Argumente im Dialog austauschen und sich eine eigene Meinung bilden.
Jury-Präsidentin Judith Anna Stofer lobt: «Discuss it leistet einen wichtigen Beitrag zur informierten und aktiven Teilnahme von jungen Menschen an politischen Entscheidungen.» Der Verein trage dazu bei, die demokratischen Prozesse als Fundament unserer Gesellschaft auch für die kommende Generation weiterbestehen zu lassen. Für diese Leistung hat die Jury Discuss it den Hauptpreis zugesprochen.
«Schweizer Taschenmesser der Landwirtschaft»
Raptrac ist ein multifunktionales Gerät des gleichnamigen Unternehmens für eine automatisierte nachhaltige Landwirtschaft. In Zusammenarbeit mit «HofLabor», Pächter bei Grün Stadt Zürich, werden auf dem Hof Adlisberg etablierte und neue nachhaltige Anbaumethoden automatisiert. Die Innovation liegt darin, dass verschiedene Arbeitsgänge mit demselben Gerät – es wird als «Schweizer Taschenmesser der Landwirtschaft» bezeichnet – durchgeführt werden können. Die Betriebskosten sind im Vergleich zu herkömmlichen Geräten deutlich tiefer. Dank autonomem Betrieb lohnen sich auch langsame mechanische Tätigkeiten als Alternativen zu Spritzmitteln. «Raptrac leistet so einen Beitrag zur bodenschonenden lokalen Nahrungsproduktion und fördert die Biodiversität und den Gewässerschutz», sagt Stofer. Eine solche Neuerung sei in einem Kanton wie Zürich, in dem 41 Prozent der Flächen landwirtschaftlich genutzt werden, von Bedeutung, weshalb die Jury der im Kanton Uri ansässigen Raptrac den Anerkennungspreis zugesprochen habe.
24 Projekte eingereicht
Für den ZZP 2025 wurden insgesamt 24 Projekte eingereicht. Daraus haben die Fraktionen des Kantonsrates vier unterschiedliche Projekte zuhanden der Jury nominiert.
Der Zürcher Zukunftspreis ist mit maximal 50'000 Franken dotiert. Er kann auf höchstens drei Preisträgerinnen oder Preisträger aufgeteilt werden. Mit dem Preis werden Personen und Organisationen ausgezeichnet, die ihren Wohnsitz oder Sitz im Kanton Zürich haben oder deren Leistungen oder Projekte für den Kanton bedeutsam sind. Das Preisgeld wird der Jubiläumsdividende 2020 der Zürcher Kantonalbank entnommen.
Ausführliche Projektbeschriebe finden sich unter: /besuch/zzp/